Gemeinderat: Schule, Jugend, Senioren, Finanzen und der Wendelstein
Sitzungsupdate aus dem Gemeinderat vom 27. Juli 2026
In der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause standen einige Themen auf der Tagesordnung, die ganz unterschiedliche Bereiche unseres Zusammenlebens in Laufach betreffen. Von unserer Schule über die Beteiligung junger Menschen und die Seniorenarbeit bis hin zu den Gemeindefinanzen und dem Erhalt wichtiger Infrastruktur.
Gute Nachrichten für unseren Schulstandort
Schulleiter Andreas Krönert berichtete über die aktuelle Situation der Grund- und Mittelschule Laufach. Insgesamt besuchen derzeit 300 Schülerinnen und Schüler die Schule – 200 die Grundschule und 100 die Mittelschule.
Besonders wichtig war dabei die klare Aussage: Die Mittelschule Laufach bleibt bestehen. Nach Angaben der Schulleitung ist der Standort für die kommenden sechs Jahre gesichert. Gleichzeitig wird die Schule für den kommenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder weiter ertüchtigt.
Junge Menschen sollen im Gemeinderat Gehör finden
Ein weiterer Schwerpunkt war die Jugendbeteiligung. Jugendpfleger Christian Völker-Staab stellte die Rolle der Jugendbeauftragten vor. Ihre Aufgabe ist ausdrücklich nicht nur ein Titel: Sie sollen als Bindeglied zwischen den Jugendlichen und dem Gemeinderat fungieren, Anliegen aufnehmen, vermitteln und den direkten Dialog fördern.
Der Gemeinderat bestellte Jana Behl, Johannes Körner, Pius Völker und Maili Wagner zu Jugendbeauftragten. Die Entscheidung fiel einstimmig mit 18:0 Stimmen.
Das passt zu den bereits vorhandenen Strukturen in Laufach. Der Ortsjugendrat der Gemeinde Laufach vertritt die Interessen junger Menschen gegenüber Gemeinderat und Verwaltung und verfügt über ein eigenes Budget. Jugendpfleger Christian Völker-Staab betreut außerdem unter anderem den offenen Jugendtreff und ist Ansprechpartner für junge Menschen. laufach.de
Neue Aufgabe für mich: Bindeglied in der Seniorenarbeit
Auch die Seniorenarbeit war ein eigener Tagesordnungspunkt. Seniorenbeauftragte und Quartiersmanagerin Carolin Heeg stellte die bestehenden Angebote und ihre Arbeit vor.
Das Ziel ist, gerade auch diejenigen Seniorinnen und Senioren besser zu erreichen, die bisher keine Beratungsangebote oder Veranstaltungen wahrgenommen haben. Mitglieder des Gemeinderates sollen dabei als Türöffner und Ansprechpartner wirken, Bedarfe aufnehmen und den Kontakt zur Seniorenbeauftragten herstellen.
Der Gemeinderat hat hierfür Rigobert Sauer, Rudolf Spinnler, Susanne Stenger und mich bestellt. Auch diese Entscheidung fiel einstimmig.
Diese Aufgabe möchte ich aktiv angehen. Für mich bedeutet sie vor allem zuzuhören: Wo gibt es Schwierigkeiten im Alltag? Welche Angebote fehlen? Wo erreichen Informationen die Menschen vielleicht noch nicht? Und wo kann der Kontakt zur Gemeinde unkomplizierter hergestellt werden?
Mit Carolin Heeg gibt es dafür bereits eine feste Ansprechpartnerin in der Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde beschreibt ihre Aufgaben als Ansprechpartnerin für Seniorinnen und Senioren sowie die Planung und Durchführung entsprechender Angebote. Mit Projekten wie dem „Digitalen Sofa“ versucht die Seniorenarbeit beispielsweise auch, ältere Menschen beim sicheren Umgang mit digitalen Angeboten zu unterstützen. laufach.de
Gemeindefinanzen: solide Vergangenheit, große Aufgaben voraus
Mit der Jahresrechnung 2025 und dem Halbjahresbericht 2026 ging es außerdem ausführlich um die finanzielle Situation der Gemeinde.
Für 2025 weist die Jahresrechnung unter anderem eine Zuführung von rund 2,5 Millionen Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt aus. Der Schuldenstand sank im Laufe des Jahres 2025 von rund 1,78 Millionen auf rund 1,34 Millionen Euro. Gleichzeitig macht der Bericht deutlich, dass aufgrund der anstehenden Investitionen künftig wieder Kredite notwendig werden können.
Das zeigt für mich gut, worauf es in den kommenden Jahren ankommen wird: notwendige Investitionen ermöglichen und gleichzeitig darauf achten, dass Laufach langfristig finanziell handlungsfähig bleibt.
Wendelstein: Gemeinderat spricht sich für Erhalt der Bahnunterführung aus
Ein weiterer wichtiger Beschluss betraf die Eisenbahnüberführung am Wendelstein. Die DB InfraGO hatte eine Verfüllung oder Sanierung des Bauwerks thematisiert.
Für Laufach ist die Unterführung allerdings von erheblicher Bedeutung: Über sie werden unter anderem drei Landwirtschaftsbetriebe, fünf Wohneinheiten, ein Gewerbebetrieb und landwirtschaftliche Flächen erschlossen. Außerdem verlaufen dort verschiedene Versorgungsleitungen.
Der Gemeinderat positionierte sich deshalb einstimmig für den Erhalt der Unterführung und gegen eine Verfüllung. Im Beschluss wird zugleich festgehalten, dass die Kosten für Sanierung und Ertüchtigung nach Auffassung des Gemeinderates vollständig von der DB InfraGO AG zu tragen sind.
Und noch einiges mehr
Im Bericht des Bürgermeisters wurde außerdem bekannt gegeben, dass Laufach 20.000 Euro Förderung für das Projekt „Gemeinsam statt einsam! trotz(t) Demenz“ erhält. Zudem wurden das Stuckzimmer im Vereinten Haus und der Weber-Park für Trauungen gewidmet. Weitere Informationen gab es unter anderem zum Kindercampus Hain, zur Schulanfahrt und zur Feuerwehr.
Mein Fazit aus der Sitzung: Kommunalpolitik besteht häufig nicht aus dem einen großen Thema. Schule, Jugend, Senioren, Finanzen, Infrastruktur und soziale Angebote greifen ineinander. Genau deshalb finde ich es wichtig, hier regelmäßig transparent zu zeigen, womit wir uns im Gemeinderat beschäftigen und welche Entscheidungen getroffen werden.
Besonders freue ich mich über meine neue Aufgabe in der Seniorenarbeit. Wer dazu Ideen, Fragen oder konkrete Anliegen hat, kann mich gerne ansprechen.
Denn Gemeinderat bedeutet für mich nicht nur, in Sitzungen abzustimmen – sondern zuzuhören, Themen aufzunehmen und ansprechbar zu sein.