Haupt- und Finanzausschuss: Wo steht Laufach finanziell?
Am 29. Juni 2026 kam der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Laufach zusammen. Für mich war es zugleich eine der ersten Sitzungen in diesem Ausschuss in der neuen Wahlperiode.
Auf der Tagesordnung standen vor allem die finanzielle Situation unserer Gemeinde, die Jahresrechnung 2025, die Unterstützung unserer Kindertageseinrichtungen und der Halbjahresbericht zum laufenden Haushalt.
2.263,71 Euro Spenden für soziale Zwecke
Ein erfreulicher Punkt waren verschiedene Spenden, die bei der Gemeinde eingegangen sind. Insgesamt kamen 2.263,71 Euro zusammen. Das Geld stammt unter anderem aus Spenden für den Sozialfonds, die Seniorenpflege und das Haus NebenAn sowie aus Veranstaltungen wie der RepairBar. Vorgesehen war, diese Spenden offiziell und dankend anzunehmen.
Solche Beträge zeigen auch, wie viel Engagement es bei uns vor Ort gibt – oft durch viele einzelne kleinere Beiträge.
Unterstützung für unsere Kindertageseinrichtungen
Ein weiterer Punkt betraf den Johanniszweigverein Laufach-Hain. Für Investitionen und Unterhaltungsmaßnahmen an den Kindergärten in Laufach und Hain sowie am Waldkindergarten lagen Ausgaben von insgesamt 12.700 Euro vor.
Dem Ausschuss wurde vorgeschlagen, davon 8.747,94 Euro als Förderung zu übernehmen. Dabei ging es unter anderem um neue Hardware, Rechner und eine Leseinsel.
Interessant ist dabei auch der Gesamtumfang der Kinderbetreuung: Für 2026 werden rund 2,2 Millionen Euro Betriebskostenförderung genannt, wovon der Freistaat Bayern etwa 1,26 Millionen Euro übernimmt. Daneben trägt die Gemeinde weitere Leistungen.
Jahresrechnung 2025: keine neuen Kredite benötigt
Auch die Jahresrechnung 2025 lag auf dem Tisch. Der Verwaltungshaushalt umfasste rund 17,19 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt rund 8,59 Millionen Euro.
2025 mussten keine neuen Darlehen aufgenommen werden und der Schuldenstand konnte weiter reduziert werden. Gleichzeitig wurden rund 2,81 Millionen Euro der allgemeinen Rücklage zugeführt. Der für ein Darlehen vorgesehene Ansatz von 2,1 Millionen Euro wurde als Haushaltsrest übertragen.
Der Haupt- und Finanzausschuss sollte dem Gemeinderat empfehlen, den Jahresabschluss zustimmend zur Kenntnis zu nehmen und den Rechnungsprüfungsausschuss mit der örtlichen Prüfung zu beauftragen.
2026 wird finanziell anspruchsvoller
Beim Halbjahresbericht wurde deutlich, dass die finanzielle Situation 2026 angespannter wird.
Bei der Gewerbesteuer werden derzeit etwa 2,9 statt 3 Millionen Euro erwartet. Gleichzeitig steigt die Kreisumlage an den Landkreis auf rund 4,57 Millionen Euro – gegenüber 3,01 Millionen Euro in den Vorjahren. Besonders deutlich fällt außerdem der Rückgang bei den Schlüsselzuweisungen aus: von rund 1,8 Millionen Euro im Vorjahr auf nur noch 104.000 Euro im Jahr 2026.
Eine Entlastung zeichnet sich dagegen bei den Kindertageseinrichtungen ab. Dort könnte das Defizit nach der damaligen Prognose etwa 160.000 Euro niedriger ausfallen als eingeplant.
Die Gemeinde plante deshalb auch die Aufnahme eines Darlehens; für das Vereinte Haus wurde zudem ein zinsverbilligtes Darlehen bei der BayernLabo angefragt.
Was nehmen wir daraus mit?
Für mich zeigt die Sitzung ziemlich gut, worum es im Haupt- und Finanzausschuss geht: Hinter vielen Projekten, die man später im Ort sieht, stehen zunächst Zahlen, Haushaltsansätze und die Frage, was sich die Gemeinde leisten kann.
Dabei geht es nicht nur ums Sparen. Wir müssen gleichzeitig in Kinderbetreuung, Infrastruktur und das gesellschaftliche Leben investieren und trotzdem darauf achten, dass Laufach langfristig finanziell handlungsfähig bleibt.
Genau diese Abwägungen gehören für mich zur Arbeit im Gemeinderat – und im Haupt- und Finanzausschuss besonders.